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Autor Thema: Streitschrift wider Philosophen, Deeisten, etc.  (Gelesen 1079 mal)
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sabbah1001
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« Antworten #15 am: Dezember 25, 2009, 15:08:11 »

Merhaba Agnostiker,

Natürlich bemerkt man die eigenen Vorurteile nicht, solange bis man eines besseren belehrt wird.
So zB. die gaengigen Vorurteile gegen die "Schummelwissenschaft" über Parapsychologie, aber ist ja ein anderes Thema.
Ich sehe zB. auch ein Vorurteil darin, wenn jemand glaubt für alles eine Erklaerung finden zu können.
Natürlich auf gewissen ebenen gibt es immer eine Erklaerung, aber ob man diese Ebenen mal je erreicht ist eine andere
Geschichte.

Was das "Freidenkertum" angeht, ja natürlich ist es zT. eine Definitionssache, nur sollte man manchmal drauf achten,
das man sich nicht mit einer Definition auch zugleich ein selbstauferlegtes Dogma erzeugt, nicht  Wink
Zwei Wörter gehören demnach definiert: Die Freiheit und das Denken. Wie gesagt ich habe mehrere
Argumente wieder der allgemeinen Auffassung des freien Denkens gebracht, aber konnte jetzt keine Widerlegung
dieser sehen.

Was die natürlichen Einflüsse und somit die Zugzwaenge auf uns betrifft, hast Du mich wohl etwas falsch verstanden.
Ich will es Dirmal anhand der Geschichte der "Philosophie" zeigen:

Die Geschichte der griechisch-schriftlichen Philosophie, wie sie uns gezeigt wird findet an 2 Orten ihren Ursprung:
An den Straenden der heutigen Türkei und an den Straenden Siziliens. Nacheinander treten "Wissenschaftler" auf,
die als den Urstoff verschiedene Elemente ausmachen: Luft, wasser, Erde oder letztlich das Feuer.
Ein sizilianischer Philosoph (ich glaub es war Empedokles) verbindet all diese zusammen und erklaert
letztlich, dass der Urstoff aus allen vieren bestehe. Nun das sind die Naturphilosophen die eben zu dieser
Erkenntnis gelangen, weil sie eben an Orten leben, wo diese 4 Elemente am auffaelligsten zusammentreffen: am Strand.
Der Sand=die Erde/Die Luft/Das Wasser=das Meer/Das Feuer=die Sonne.

Dass die Mathematik an bestimmten Orten, wie Indien etc. am weitesten voranschreitet kann man zB. daran festmachen,
dass aufgrund günstiger klimatischer Bedinnungen die Anzahl der Menschen sehr gross ist und man besonderen Wert auf das
Zaehlen und errichten legt. Der Ursprung der Algebra zB. ist die Geometrie, welches man zur Konstruktion gebrauchte.

In den weiten Afrikas zB. wo es genug Land und wenig Menschen gibt, kommen manche Staemme eben mit einer
einfacheren Zahlenreihe zurecht: Es gibt nur 3 Zahlen: 1, 2 und viele.  e025
Das meine ich mit natürlichen Einflüssen und deren Zugzwaengen auf menschliche Gesellschaften.

Was die Gleichheit von Menschen auf bestimmten Ebenen angeht, so besteht diese wahrlich, zB:
- alle Menschen sind sterblich und werden geboren
- allen Menschen ist die Undankbarkeit zu eigen, so wie andere Charakterliche Dinge, wie Selbsterhaltung, Sexualitaet,
Gier, das Mehr-haben-wollen, Anerkennungsbedürfniss, Liebesbedürfniss, Schutz und Beschützereigenschaften etc.
Dies alles bei dem einen/einer mehr und bei anderen etc. weniger. Aber alle haben sie es auf unterschiedliche Art und Weise.

Was den wissenschaftlichen Beweis angeht, den solltest Du Dir selbst geben, wenn Du Dichmal vorurteilslos damit beschaeftigst,
aber eben nicht anhand dessen was Du von "Muslimen" vorgelebt bekommst, sondern anhand dessen, was Du selbst in Erfahrung
bringst.

Und was Du jetzt unter der Subjekt-Objekt Beziehung verstehst, ist nicht das was ich meine. Du denkst zu sehr im schwarz-weis Schema (soll jetzt keine Beleidigung sein). Für Dich selbst bist Du natürlich ein Subjekt aber auf der Ebene des Allgemeinen eben nur ein Objekt.
Dh. Es gibt Dinge wo wir eben nur reagieren (also nicht agieren, wie wir uns das immer vorstellen), aber eben wie Du reagierst, darauf kommt es an und darin liegt die Eigenverantwortlichkeit. Weis net ob ich es verstaendlich audrücken konnte.
Aber ehrlich gesagt hier stosse ich an meine eigenen Grenzen des Ausdrückbaren (denn will mich net in Wortklauberei verlieren).

Der letzte Abschnitt ist im Vergleich zu denen davor nicht viel komplizierter, vielleicht sogar einfacher (damit merkst Du vielleicht,
dass ich Deine Denkansaetze von den vorherigen Themen etwas für zu vereinfacht halte und darin mir etwas skeptischer vorkomme als Du).

Wie der Aufbau des Universums ist, war und ist auch nie eine unlösbare Geschichte gewesen, sondern war hier in Europa eher einem Denkverbot unterworfen, daher vielleicht auch die Allergie vieler "Europaer" gegen die Religion (wg. der historischen Rolle der katholischen Kirche).
Was ich unteranderem mit unnützem Wissen meine ist zB. der Tatbestand dass viele der Philosophen anstatt sich Gedanken
um sich selbst zu machen, sich eher damit ablenkten Gedanken um das Universum zu machen. Um dann mit diesem unnützen
Wissen gelangweilte Fürsten etc. zu unterhalten, oder heutzutage eine Ersatzreligion für selbsternannte Denker zu bilden...

Aber all diese Themen die wir jetzt eigentlich ungenügend anschneiden sind an sich Themen für sich selbst und ich
hoffe, dass nicht unser Geltungsdrang uns dazu verleitet, diese Themen übers Internet besprechen zu wollen.


 
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« Antworten #16 am: Januar 24, 2010, 04:07:29 »

Servus,

Merhaba Agnostiker,

Was das "Freidenkertum" angeht, ja natürlich ist es zT. eine Definitionssache, nur sollte man manchmal drauf achten,
das man sich nicht mit einer Definition auch zugleich ein selbstauferlegtes Dogma erzeugt, nicht  Wink
Zwei Wörter gehören demnach definiert: Die Freiheit und das Denken. Wie gesagt ich habe mehrere
Argumente wieder der allgemeinen Auffassung des freien Denkens gebracht, aber konnte jetzt keine Widerlegung
dieser sehen.


Ich fasse mich in der Hinsicht einfach mal kurz. Die Gedanken eines Menschen bewegen sich zwar zielorientiert und unterliegen zum Teil seinen Bedürfnissen, richten sich zu gegebener Zeit aber durchaus in andere Richtungen. Und bei manchen Menschen mag sich dies durchaus, als Hang zur Philosophie heraus stellen. Kurz gesagt: Er will sich die Welt erklären. Diesen "Ur-Gedanken" trägt auch jede Religion in sich. Sicherlich kann hier erstmal niemand auf eine konkrete Wahrheit pochen. Man macht sich die Gedanken erstmal selbst, wägt ab und orientiert sich, falls vorhanden, an bekannten Weltbildern. Vollständig von Einflüssen befreit ist dabei sicherlich niemand, trotz allem denkt man frei, solange die Gedanken nicht eindoktriniert werden. 

Was die Zugzwänge angeht, die sind mir durchaus klar. Das was mir nicht klar ist, inwiefern es Ethik und Moral der Menschen betrifft? Bei der Philosophie kann man sich da je nachdem noch streiten, da sie eigentlich auch die Naturwissenschaften mit einschliesst (zumindest ursprünglich).

Und was Du jetzt unter der Subjekt-Objekt Beziehung verstehst, ist nicht das was ich meine. Du denkst zu sehr im schwarz-weis Schema (soll jetzt keine Beleidigung sein). Für Dich selbst bist Du natürlich ein Subjekt aber auf der Ebene des Allgemeinen eben nur ein Objekt.
Dh. Es gibt Dinge wo wir eben nur reagieren (also nicht agieren, wie wir uns das immer vorstellen), aber eben wie Du reagierst, darauf kommt es an und darin liegt die Eigenverantwortlichkeit. Weis net ob ich es verstaendlich audrücken konnte.
Aber ehrlich gesagt hier stosse ich an meine eigenen Grenzen des Ausdrückbaren (denn will mich net in Wortklauberei verlieren).

Das ganze driftet meines Achtens zu sehr ab, wie du selbst schon sagst: Wir wollen uns nicht in Wortklauberei verlieren. Den diese Erklärung die du da ablieferst, ist mir leider wirklich ein wenig befremdlich.

Wie der Aufbau des Universums ist, war und ist auch nie eine unlösbare Geschichte gewesen, sondern war hier in Europa eher einem Denkverbot unterworfen, daher vielleicht auch die Allergie vieler "Europaer" gegen die Religion (wg. der historischen Rolle der katholischen Kirche).
Was ich unteranderem mit unnützem Wissen meine ist zB. der Tatbestand dass viele der Philosophen anstatt sich Gedanken
um sich selbst zu machen, sich eher damit ablenkten Gedanken um das Universum zu machen. Um dann mit diesem unnützen
Wissen gelangweilte Fürsten etc. zu unterhalten, oder heutzutage eine Ersatzreligion für selbsternannte Denker zu bilden...

Wenn ich mich nicht täusche ist ein elementares Gebiet der Philosophie: Die Frage nach dem Sein, das heißt nach sich selbst. Dazu kommt das ich es nicht für sinnlos halte sich Gedanken über die Welt (bzw. das Universum) zu machen, das es sich hier ja auch um eine sehr wichtige Fragestellung handelt. Du musst bedenken das wir ohne solche Fragestellungen niemals soweit gekommen wären wie wir heute sind. Und ich denke das grade wichtige Entdeckungen im Bereich der Physik unter anderem auch den Philosophen zu verdanken sind. Die Frage danach, wieso etwas so ist wie es ist, ist niemals sinnlos. Auch wenn es ab und an so erscheinen mag.

mfg, agno
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